Tuzla Logistic City
Stephanie de la Barra notiert am 15. Juli 2013:

„Auch wenn sie mich mit Gewalt herausholen…“

In Istanbul boomt das Wohnbaugeschäft mit Monsterprojekten. Stadtviertel werden niedergerissen und neu aufgebaut. Entwurzelte Menschen bleiben zurück. „Tuzla Logistic City“ nennt sich eines dieser Großprojekte am Rande Istanbuls – geplant von deutschen Architekten.

Der Sound von Istanbul
Karl Grünberg notiert am 15. Juli 2013:

Ein Bratscher sucht das Abenteuer

Wer in Istanbul überleben will, muss taff sein. Das ist das Motto des deutschen Musikers Ulrich Mertin, der von Berlin-Neukölln an den Bosporus gezogen ist. Die Begegnung mit einem Bratscher, der die klassische Musik gegen elektronische Experimente und den Konzertsaal gegen Clubs eingetauscht hat.

VW-Beetle Club Istanbul
Annika Kiehn notiert am 15. Juli 2013:

Die fahrenden Schildkröten vom Bosporus

VW–Käfer sind nicht nur Autos, sondern fahrende Kultobjekte. Diese Einstellung vertritt auch der Volkswagen-Automobil Club Kaplumbağa in Istanbul. Seit 2001 zelebrieren seine Mitglieder ein Stück deutsches Lebensgefühl am Bosporus. Wir trafen sie und sprachen mit ihnen über Autos – und Liebe.

NSU-Mordserie
Friederike Mayer und Barbara Bachmann notiert am 15. Juli 2013:

„Dönermorde passt doch!“

Vor wenigen Wochen noch war „Sabah“ im Ausland ein wenig bekanntes Blatt. Dann wagte es die türkische Tageszeitung, das deutsche Justizsystem herauszufordern. Zu Besuch in der Istanbuler Zentrale.

Ruhestand
Jenny Becker notiert am 15. Juli 2013:

Kiezleben auf Türkisch

Früher war Cornelia Reinauer die Bürgermeisterin des Berliner Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg. Seit einigen Jahren lebt sie in Istanbul.

Halime Bulut
Barbara Bachmann notiert am 15. Juli 2013:

„Ich werde nie eine Deutsche sein“

Dem deutschen Staat, ihrem Staat, hat sie nie vertraut. Seit der NSU-Mordserie lebt Halime Bulut in Angst. Nun überlegt sie, in ihr Geburtsland zurückzukehren. Treffen mit einer, die sich in Istanbul umsieht.

Atelierbesuch
Nicole Graaf notiert am 15. Juli 2013:

Die Kunst der alten Dinge

Der Künstler Y. Bahadir Yıldız verarbeitet Trödel, Reste und andere gebrauchte Gegenstände zu Bildern und Skulpturen. Er sammelt sie in Fabriken, auf Märkten oder in verlassenen Häusern. Die Materialien für seine aktuelle Ausstellung hat er unter anderem in Berlin und Köln gefunden.

Tarlabaşi
Marta Popowska notiert am 15. Juli 2013:

Warten auf die Abrissbagger

Ein Teil des Istanbuler Viertels Tarlabaşi soll modern und erdbebensicher werden. Die historischen Häuser und seine alteingesessenen Bewohner weichen. Sie werden sich keine der neuen Wohnungen leisten können und fürchten, dass Tarlabaşi nur der Anfang ist.

Völkerverständigung
Tobias Oellig notiert am 15. Juli 2013:

Meine Großfamilie für einen Abend

Als Tourist und Reporter habe ich schon einiges über das Land gelernt. Aber jetzt wird richtig eingetaucht. Zu Gast in einer türkischen Familie will ich erkunden, wie sie zu Hause ihren Feierabend verbringt. Und ob man dort etwas anderes als Döner isst.

Journalistin im Exil
Friederike Mayer und Barbara Bachmann notiert am 15. Juli 2013:

Istanbul, die verbotene Stadt

Nie mehr wird Ayşe Eğilmez am Bosporus sitzen. Die Exiljournalistin darf nicht in ihre Heimat zurück. Erinnerungen an Istanbul.

Unterrichtsstunde
Ariana Zustra notiert am 15. Juli 2013:

Die Zuckerpuppe aus der Bauchtanztruppe

Mit dem Erfolg der kolumbianischen Sängerin Shakira erlebte der Bauchtanztrend in Deutschland einen neuen Aufschwung. In langjährigen Musikvideo-Studien brachte ich mir das Bauchzittern und Hüftkreisen selbst bei. Nun will ich mein Können in Istanbul bei einer Profi-Tänzerin unter Beweis stellen.

Straßenbahn in Kadıköy
Jenny Becker notiert am 15. Juli 2013:

Unterwegs mit der gelben Zeitmaschine

Ein Stück DDR hat sich bis nach Istanbul gerettet und dreht hier seine Kreise. Die Tram im Zentrum von Kadıköy stammt aus Jena, meiner Heimatstadt.

Wahrsagen in Istanbul
Karl Grünberg notiert am 15. Juli 2013:

Meine Zukunft, der Kaffee und ich

Liebe, Verrat und Freundschaft, was eine Wahrsagerin alles über meine Zukunft herausfindet. Zu Besuch im Café Engel, in dem sich Istanbuler aus der Tasse lesen lassen.

Birgül Aksu
Ariana Zustra notiert am 15. Juli 2013:

„Das Brot hier ist nicht so gut wie in Deutschland, dafür ist das Wetter besser“

Bei einem Besuch in Istanbul bekommt man nicht unbedingt nur Fladenbrot oder Sesamkringel vorgesetzt. Wer auf deutsches Vollkornbrot nicht verzichten kann, sollte in der Josefine Café & Bäckerei in Fenerbahçe vorbeischauen.

Özgür Gürbüz
Felix Austen notiert am 15. Juli 2013:

„Ich bin 170 Kilometer rückwärts gelaufen“

Özgür Gürbüz kämpft gegen den Bau des ersten türkischen Kernkraftwerks. Bei einem Çay erzählt er von deutschen Einflüssen auf die türkische Umweltbewegung, türkischer Protestkultur und ungewöhnlichen Maßnahmen.

Güler Erbahçivan
Barbara Bachmann notiert am 15. Juli 2013:

„Meine besten Jahre habe ich in Deutschland verbracht“

Sie kam als eine der ersten Gastarbeiterinnen nach Deutschland: Güler Erbahçivan, 69, arbeitete in einer Textilfabrik bei Stuttgart als Schneiderin. Dann zwang sie ihr Mann, in die Türkei zurückzukehren.

Mahmut Celayir
Jenny Becker notiert am 15. Juli 2013:

„Ich wollte einfach ein bisschen atmen“

Der kurdische Maler Mahmut Celayir hat fast drei Jahrzehnte im Exil in Deutschland gelebt. Jetzt ist er nach Istanbul zurückgekehrt. Bei einem Çay spricht er über seine ostanatolische Heimat, die Lage für Kurden in der Türkei und die deutsche Demonstrationskultur.

Besuch beim Kuaför
Felix Austen notiert am 15. Juli 2013:

Einmal fünfziger Jahre, bitte!

In Deutschland ist er längst ausgestorben: der Barbier. In Istanbul findet man den Berufsstand noch an jeder Straßenecke. Ein Selbstversuch.

Videoumfrage
Friederike Mayer und Barbara Bachmann notiert am 15. Juli 2013:

Drei Worte für Deutschland

Deutschland? Hitler, Ordnung, kalt. Ähm, nun ja: Versuchen wir es doch einfach noch einmal!

Straßenmusiker
Tobias Oellig, Karl Grünberg, Felix Austen und Marta Popowska notiert am 15. Juli 2013:

Laut, lauter, Istanbul

Einbeinig auf der Istiklad, der Touristenstraße Nummer 1, in der U-Bahn, ein kleiner Junge nachts im Restaurantviertel von Kadıköy oder politische Protestmusiker im Park: Straßenmusik hört man in Istanbul an jeder Ecke. Eine Videogalerie des Überlebens in Istanbul.